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Was tun gegen nächtlichen Harndrang?

Die Nacht könnte so erholsam sein – wäre da nicht der ständige Gang zur Toilette. Wer nachts mehrmals aufwacht, um Wasser zu lassen, fühlt sich mitunter morgens wie gerädert. Doch ist wirklich die Blase schuld? Der Schlafforscher Dr. Vorster räumt mit einem weitverbreiteten Irrtum auf und verrät Tipps, die helfen, den nächtlichen Harndrang zu minimieren.

Viele Menschen sind überzeugt: Sie wachen nachts auf, weil die Blase drückt. Doch oft ist es umgekehrt. «In vielen Fällen werden Betroffene zunächst durch etwas anderes geweckt – etwa durch das eigene Schnarchen mit Atemaussetzern oder Lärm», erklärt Dr. Vorster, promovierter Biologe und Schlafforscher. Man wird wach und bemerkt erst dann einen leichten Druck auf der Blase und macht das als Ursache fürs Wachwerden aus – und schon ist der Gang zur Toilette vorprogrammiert. Dementsprechend sollte man bei häufigem nächtlichen Harndrang zunächst das eigene Schnarchen behandeln lassen.

«Die eigentliche Ursache für das Aufwachen und das damit verbundene Wasserlassen ist oft die Schlafqualität selbst.» Dr. Vorster, promovierter Biologe und Schlafforscher.

Drei Tipps, die Ihnen helfen, die nächtlichen Toilettengänge zu vermeiden 

1. Passen Sie ihr Trinkverhalten an
Trinken Sie tagsüber ausreichend – am besten verteilt auf den Vormittag und Nachmittag. In den zwei Stunden vor dem Schlafengehen sollten Sie wenig bis gar nichts mehr trinken.

2. Verzichten Sie auf Alkohol
Bier und Co. wirken harntreibend und stören zusätzlich den Schlaf – sie wecken uns häufiger auf. Sie tun Ihrer Schlafqualität viel Gutes, wenn Sie alkoholische Getränke vor dem Zubettgehen vermeiden.

3. Analysieren Sie Ihre Gewohnheiten
Führen Sie für einige Tage ein Trinkprotokoll (per App oder handschriftlich). So erkennen Sie schnell, ob Sie abends zu viel trinken – oder sich unbewusst angewöhnt haben, nachts aufzustehen. 
Und keine Sorge: «Ein oder sogar zwei nächtliche Toilettengänge sind völlig normal und beeinträchtigen die Schlafqualität nicht – sofern man danach problemlos wieder einschläft», beruhigt der Schlafforscher. 

Fazit: In vielen Fällen ist die Blase nicht das Hauptproblem für die nächtlichen WC-Sitzungen. Schnarchen, unruhiger Schlaf oder späte Trinkzeiten können genauso dafür verantwortlich sein. Deshalb gilt es, zuerst die wahren Ursachen zu finden und dann gezielt dagegen vorzugehen. 

Schlaftipp von Dr. Vorster 
«Vermeiden Sie abendliche Trinkmengen und lassen Sie auch abklären, ob eine unerkannte Schlafstörung hinter dem nächtlichen Aufwachen steckt.» 

Quellenverweis
Dr. Albrecht Vorster, promovierter Biologe und Schlafforscher (persönliches Gespräch, 2. Juni 2025)